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IMST auf der EMV 2017 in Stuttgart

IMST ist auch in diesem Jahr vom 28. - 30.03.2017 auf der EMV-Messe in Stuttgart vertreten.
Die Messe ist mit etwas 130 Ausstellern der Jahreshöhepunkt für Hersteller, Distributoren und Dienstleistern aus den Bereichen EMV in Europa mit zunehmender internationaler Ausrichtung.









 
Schwerpunkt der Messe sind die folgenden aktuellen Themen:


Aktueller Stand - RED

Am 22.5.2014 wurde im Amtsblatt der EU die Richtlinie 2014/53/EU über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/5/EG veröffentlicht. Diese neue Funkanlagenrichtlinie hat am 13.6.2016 die bisherige R&TTE-Richtlinie abgelöst. Eine Übergangsfrist in der noch nach der bisherigen R&TTE-Richtlinie gemessen werden darf, läuft am 11.06.2017 aus. Die neue Richtlinie regelt nur noch das Inverkehrbringen von Funkequipment und nicht mehr das von Telekommunikationsendeinrichtungen. Unter Funkanlagen fallen z.B. Produkte wie Mobiltelefone, GPS/Galileo-Empfänger und drahtlose Temperatursensoren. Dank der neuen Richtlinie werden nach Ansicht der EU-Kommission  die immer zahlreicheren Nutzer und Funkanlagen störungsfrei nebeneinander existieren können. Für Hersteller, Importeure und Händler gelten klare Verpflichtungen, damit sichergestellt ist, dass die Funkanlagen, die in der EU in Verkehr gebracht werden, den Vorschriften entsprechen. Die Regelungen für Funkanlagen werden zudem an andere Rechtsvorschriften zum Binnenmarkt angeglichen, so dass die Einhaltung der Bestimmungen den Unternehmen geringere Kosten verursacht. Dies ist insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen von Bedeutung.

 

Die neue Richtlinie enthält folgende Änderungen:

- Die Anforderung an die Mindestleistung der Empfangsgeräte wurde klarer gefasst, damit das Funkfrequenzspektrum effizienter genutzt wird.

- Die Verpflichtungen der Hersteller, Importeure und Händler wurden geklärt und die Richtlinie wurde am Neuen Rechtsrahmen für Produkte ausgerichtet.

- Die Instrumente zur Marktüberwachung wurden verbessert. Dies gilt insbesondere für die Verpflichtungen der Hersteller, Importeure und Händler hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit und für die Möglichkeit, eine vorherige Registrierung von Funkanlagen vorzuschreiben, die zu Kategorien mit einem geringen Maß an Regelkonformität gehören.

- Streichung unnötiger administrativer Verpflichtungen wie der vorherigen Notifizierung von Funkanlagen, die in nicht harmonisierten Frequenzbändern betrieben werden.

 

Die neue Richtlinie bringt zudem einige neue spezifische Anforderungen:

- Es ist sicherzustellen, dass Software erst dann zusammen mit einer Funkanlage verwendet werden darf, wenn nachgewiesen ist, dass diese besondere Kombination aus Software und Funkanlage die Bestimmungen erfüllt. Dies betrifft insbesondere so genannte Software Defined Radios, welche Ihre Empfangs- und Sendeparameter mittels Software z.T. beim Endbenutzer gesetzt bekommen.

 

Ein latentes Problem birgt die Richtlinie aber noch: Für die Konformitätserklärung des Herstellers ist in der R&TTE-Richtlinie das Heranziehen von harmonisierten Normen notwendig. In der RED sind mittlerweile einige Normen harmonisiert, längst aber noch nicht alle 315 aus der  R&TTE-Richtlinie. Somit bleibt also noch viel Klärungsbedarf, der mitunter durch eine benannte Stelle und einen so genannten Type Approval geklärt werden müssen. Gerne sind Ihnen die Mitarbeiter des Prüfzentrums der IMST GmbH hier behilflich.


ETSI EN 300 328 V1.8.1

Neben den neuen Anforderungen aus der RED bzw. der Umstellung von der R&TTE-Richtlinie auf die RED, gibt es auch innerhalb der Normen Entwicklungen, die die Aufmerksamkeit von Hersteller und Inverkehrbringer erfordern.So zum Beispiel bei der ETSI EN 300328 V1.8.1, welche im November 2016 ausgelaufen ist. Alle Produkte die nach diesem Ausgabestand zertifiziert wurden, müssen einer Neubewertung der Konformitätserklärung unterzogen werden, denn beim Thema Funk gibt es keinen Bestandsschutz für weiterhin in den Markt gebrachte Produkte. Normalerweise ist somit zumindest eine Deltaprüfung gemäß ETSI EN 300328 V1.9.1 oder neuer erforderlich, denn auch die Version ETSI EN 300328 V1.9.1 läuft im Juni 2017 aus. Der neuste Ausgabestand ist die Version ETSI EN 300328 V2.1.1, welche seit 13.01.2017 in der RED als harmonisierter Standard geführt wird. In Summe ist die Notwendigkeit von Prüfungen ist sehr wahrscheinlich bei Berücksichtigung der Version V2.1.1 der EN 300328, da sie wesentliche Änderungen im Vergleich zu den Vorversionen enthält.Auch hier sind Ihnen die Mitarbeiter des Prüfzentrums gerne bei der Bestimmung des notwendigen Prüfumfanges für Ihr Produkt behilflich.

Frequenzbereichserweiterung u.a. für EN 502121-3-2 von 01/2016 und EN 50121-4 von 01/2016 von 5,1 GHz - 6 GHZ

Durch die Anpassung der Europäischen EMV-Richtlinien für elektromagnetische Verträglichkeit für Wohn-, Geschäfts- und Gewerbebereiche (DIN EN 61000-6-1), Industriebereich (DIN EN 61000-6-2), sowie für Baufahrzeuge (DIN EN 50121-3-2), wird eine Störfestigkeit in Frequenzbereichen von bis zu 6 GHz gefordert. Um den erweiterten Bereich abdecken zu können, wurde das Prüfzentrum von IMST um einen 100W Single Band Leistungsverstärker erweitert. Durch die Single-Band Option werden Frequenzbereiche von 1-6 GHz abgedeckt und ein realitätsnahes Testen durch Überlagerung verschiedener Störquellen ermöglicht. Neben diesen Vorteilen, ermöglicht die neue Ausstattung auch eine Verkürzung der Testzeiten, was Kostenersparnisse birgt die an den Kunden weiter gegeben werden können. Bereits ab Anfang März kann die IMST GmbH diese Prüfungen anbieten.


Wir freuen uns Sie an unserem Stand (Halle C2 - Stand 414) begrüßen zu dürfen und mit Ihnen die oben genannten Themen, sowie neue Projekte besprechen zu können.


Sie haben Interesse an unseren Dienstleistungen oder Fragen zu Normen oder speziellen Vorgaben?


Dann schreiben Sie uns eine Email an pz@imst.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.


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