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Miniaturisierter Telemetriesender - Hannover Messe 2017
























Ein miniaturisierter Telemetriesender, welcher im BMBF-Verbundvorhaben „Sens-o-Spheres"
entwickelt werden konnte, wird vom 24. - 28. April auf der Hannover-Messe vorgestellt:

Eine winzige Funk-Kugel mit nur 7,9 mm Durchmesser, welche die Übertragung von Messdaten über Distanzen von einigen Metern möglich macht. Die hoch miniaturisierte Funkschaltung im Innern der Kugel wurde von der IMST GmbH, Kamp-Lintfort entwickelt. Integriert in ein wasserdichtes Kunststoffgehäuse, ermöglicht diese Technologie eine Kommunikation auf einer Frequenz von 434 MHz mit einer Auswerteeinheit. Typische Aufgabenstellung ist die drahtlose Übertragung von Zustandsdaten aus Flüssigkeiten, Gasen etc. durch mikrominiaturisierte Sensoren. Anwendungen in der Industrie, aber auch in der Biologie oder Chemie sind hier zu nennen und reichen von der Überwachung biotechnologischer Prozesse bis zur Medizintechnik, in der es oft darauf ankommt lokale Messwerte hoch genau und online zu übermitteln.

Dieser Aufgabe hat sich ein Konsortium, angeführt von der Technischen Universität Dresden, der enema GmbH, der Ökoplast GmbH, der Systemanalyse und Automatisierungsservice GmbH, dem Fraunhofer Institut für Elektromagnetische Nanosysteme und der IMST GmbH angenommen. Das Forschungsvorhaben „Sens-o-Spheres" wurde im Ideenwettbewerb „Neue Produkte für die Bioökonomie" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eingereicht und finanziert (FKZ: 031B0048C). Es ordnet sich in die „Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" der Bundesregierung ein.

Mit dem neuen Konzept lassen sich u.a. in Flüssigkeiten besonders hohe Reichweiten erzielen. Bis zu 24 Kugeln können derzeit quasi parallel ihre Messdaten an die Empfangsstation übermitteln. In der momentanen Version ist jeder Sender mit einem Sensor ausgestattet, der periodisch die Vor-Ort-Temperatur aussendet. Aufgrund der hohen Systemintelligenz und der vorhandenen Schnittstelle können auch andere Sensoren angeschlossen werden. Entsprechende Varianten für verschiedene industrielle Anwendungen sind in Vorbereitung.

Um den eingebauten Akku laden zu können, ist das Gerät mit modernster induktiver Ladetechnik ausgestattet, so dass hierbei keine Kontaktierung erfolgen muss. Mit gefülltem Akku können (je nach Messrate) Messreihen von bis zu 4 Wochen Dauer durchgeführt werden. Der eingebaute Temperatursensor bietet eine Auflösung von 0,1°C, somit sind auch Temperaturunterschiede erfassbar.

Bereits jetzt sind Fortschritte in einem Anschlussprojekt angedacht. Zukünftig soll es möglich gemacht werden, auch den Ort des jeweiligen Sensors zu übertragen. Damit lassen sich räumliche Messprofile erstellen, die z.B. die Temperaturverteilung in einem Bioreaktor wiedergeben.

Sens-o-Sphere II wird auf der Hannover Messe Halle 2, C50 ausgestellt und dort in Betrieb zu sehen sein.

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